Langenhorner Bürger- und Heimatverein

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Natur erhalten. Und trotzdem Wohnungen bauen.

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Besonders in Zeiten einer Pandemie kommen viele Menschen zum Nachdenken: Ist das denn alles so richtig, was wir Jahr für Jahr tun? Viele alte „Wahrheiten“ werden hinterfragt. Und beim genauen Hinsehen zeigt sich, dass in vielen Fällen aus „Wahrheiten“ nur noch Schablonen geworden sind, die zwar das Nachdenken ersparen, aber den Blick auf geänderte Rahmenbedingungen verstellen. So steht gegen die Parole des Ole von Beust einer „wachsenden Stadt“ die inzwichen nachzählbare Realität: Es ziehen wieder mehr Menschen aufs Land als in die Stadt hinein. Die dicht bebaute Stadt verliert an Attraktivität. Die Innenstadt wird mehr und mehr verwaisen – bedingt durch Schließungen vieler Geschäfte und Unternehmen. Längst hat sich in vielen Arbeitsbereichen durchgesetzt, im Homeoffice zu arbeiten. Dieses wird auf Kurz oder Lang zu einem großen Büro-Leerstand führen. Bei genauem Hinsehen erweist sich die oft berufene „Wohnungsnot“ als Folge von Fehlbelegungen (wenige Menschen hängen z.B. sehr oft in viel zu großen Wohungen fest), als Folge von selbst erzeugter Nachfrage (wer Sozialwohnungen entmietet, schafft damit Nachfrage nach günstigem Wohnraum) und vielen anderen Details. Nur eines stimmt eben nicht mehr: Es strömen keinesfalls immer mehr Menschen nach Hamburg. Und erst recht nicht muss die Stadt für jeden eine Wohnung bereitstellen: Hamburg hat begrenzten Raum! Die von der Hamburger SPD und neuerdings auch von den Grünen vertretene Maxime „wir müssen bauen, bauen, bauen“ erweist sich als aus der Zeit gefallen: Das war einmal so. Ist es aber nicht länger.

Im Mai- Heft 2021 befassen wir uns von mehreren Seiten mit diesem Thema. Dipl.-Ing. Andrea Rugbarth, eine Frau vom (Bau-)Fach, beleuchtet Hintergründe. Und Dr. PH Petra Osinski hat sich in die Statistiken vertieft und erhellendes zusammengetragen (auf den Seiten 12-14).

Hier der Beitrag von Andrea Rugbarth.

Andrea Rugbarth:

Soviel Mühe sollte Langenhorn uns wert sein!

Nach einer Schätzung der UN werden bis zum Jahr 2050 ungefähr 70% der Weltbevölkerung in Städten leben. Bedeutet das nun unbedingt, dass wir in den Metropolen jeden Quadratmeter Grünland für Wohnungsbau opfern müssen?
Nein, es gibt Alternativen. Politische und bautechnische.
Fangen wir bei den politischen Initiativen an und schauen nach Wien. Dort haben die österreichischen Sozialdemokraten schon seit Jahrzehnten auf den öffentlich subventionierten Wohnungsbau gesetzt, mit Erfolg, denn 62% der Wiener leben in städtischen und genossenschaftlichen Wohnungen und geben durchschnittlich weniger als 27% ihres Einkommens für die Wohnung aus. Zum Vergleich: In Hamburg stagniert der Bestand an städtisch geförderten Wohnungen seit Jahren um die 10% und es ist daher keine Seltenheit, dass auf dem übrigen freien Wohnungsmarkt oftmals mehr als die Hälfte des Einkommens für das Wohnen ausgegeben werden muss. Was sagt uns das? Langfristig hilft neben einer aktiven Wohnungsbaupolitik nur eine ebenfalls aktive Bodenpolitik. Hamburg muss vermehrt von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen und Liegenschaften zurückkaufen, um in der bereits versiegelten Fläche mehr subventionierten Wohnungsbau durch stadteigene Baugesellschaften zu ermöglichen und damit Grünland zu schonen.
Schauen wir weiter nach Deutschland. Studien zufolge ist die Wohnfläche pro Person in den letzten Jahren unaufhörlich gestiegen. Einer der Auslöser hierfür ist, dass Senioren nach dem Auszug der Kinder in den eigentlich für sie zu großen Familienwohnungen verbleiben, weil sie auf dem freien Markt keine günstigen kleineren Wohnungen finden. Eine politische Initiative muss also sein, Bestandswohnungen aufzukaufen, seniorengerecht in kleinere Wohnungen umzubauen und günstig an diese zu vermieten, wir gewinnen damit Wohnraum für Familien. Mit jedem Quadratmeter, den wir nicht neu bauen müssen, schonen wir Grünland.
Weitere Möglichkeiten in Hamburg liegen in der aktiven Nutzung von Baulücken und von zu gering bebauten Grundstücken, auf denen mindestens ein weiteres Wohngebäude errichtet werden könnte. Zugegeben, nach solchen Reserven zu suchen ist anstrengender als mit einem Paukenschlag 700 Wohneinheiten zu planen – aber der Schutz unseres Grünlandes sollte uns diese Anstrengung wert sein. Und gerade in zentralen Lagen ist die Möglichkeit gegeben, auch etwas höher zu bauen und damit mehr Wohneinheiten zu ermöglichen. Und mit höher meine ich noch nicht einmal Hochhäuser, sondern eine moderate Höhe von 5 oder 6 Geschossen in zentralen Lagen. Beispiele rund um den Langenhorner Markt wurden bereits im letzten Heft der Rundschau genannt.

Wie geht man eigentlich mit dem Potential an zweckentfremdeten Wohnungen um? Gerade in Großstädten werden private Wohnungen immer wieder komplett und dauerhaft an Touristen vermietet. Für die Eigentümer ein lukratives, obwohl illegales Geschäft. In Hamburg wird dabei nicht nur an gewöhnlichen Touristen verdient, sondern insbesondere rund um das UKE und die anderen begehrten Kliniken boomt nach wie vor der Medizin-Tourismus, trotz Hamburgischen Wohnraumschutzgesetz . Aus dem arabischen Raum kommen beispielsweise Patienten, um sich im UKE medizinisch versorgen zu lassen. Gewohnt wird während des Klinikaufenthaltes lieber in Wohnungen als im Hotel, weil die Patienten üblicherweise mit ihren Familien kommen. Bei einer Dunkelziffer von hamburgweit 1.000 WE würde es sich lohnen, genauer hinzuschauen.

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Der Bürger- und Heimatverein in Zeiten von Corona

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Der Vorstand des Bürger- und Heimatvereins Dabei fing 2020 doch so gut an
Der Bürgerverein startete 2020 nicht nur mit einem Grußwort des neuen Bezirksamtsleiters in unserer Rundschau, sondern wenige Tage später war er sogar unser Gast und stand bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in seiner Funktion als Bezirksamtsleiter auf einer von uns organisierten Veranstaltung den Langenhornern Rede und Antwort in der Eirene-Kirche.  
Und dann kam alles anders …

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Langenhorn sagt NEIN

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...zur Bebauung des Landschaftsschutzgebietes Diekmoor


Der Vorstand des Bürger- und Heimatvereins macht sich stark für ein grünes Langenhorn.  
Seit Mitte Februar ist es das Hauptthema in Langenhorn: Mitten in unserem „Dorf“, in dem Landschaftsschutzgebiet Diekmoor, sollen auf einer 16 ha großen Fläche 700 Wohnungen für 2.500 Menschen entstehen. Entschieden hat das der Bezirk Hamburg-Nord, der gleich auf Nummer sicher gehen wollte und einem möglichen Bürgerbegehren den Riegel vorschob: Der grüne Bezirks­amtsleiter Werner-Boelz bat den Hamburger Senat um eine entsprechende Weisung, die ein Bürgerbegehren zur Rettung des Diekmoors bereits im Vorfeld verhindert und damit faktisch Bürgerrechte aushebelt.  Der Langenhorner Bürger- und Heimatverein hatte schon vor Jahren deutlich gemacht, dass dieses Schutzgebiet für den Wohnungsbau tabu bleiben muss. Nach dem Vorpreschen des Bezirksamtsleiters beleuchten mehrere Autoren der „Langenhorner Rundschau“ ausführlich dieses Them. Wir veröffentlichen die Texte hier ebenfalls.

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Tresentalk

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von Patti Kahl


In diesen Zeiten kann man zwar nicht über alles am Tresen reden, aber man kann darüber reden, was alles schon am Tresen gesagt worden ist.
Denn wenn nicht gerade der Lockdown light oder ir-gendein anderer Lockdown herrscht, dann gibt es am Tresen vom Match (und natürlich auch bei jeder ande-ren Bar/ Kneipe/ Begegnungsstätte) so viele Gespräche, die es wert wären gehört zu werden. Grundsätzlich unterhält man sich nämlich dort, wo Menschen zu-sammenkommen und zwar über Großes und Kleines, über Dieses und Jenes und über Alles, was uns gerade so bewegt.
Man kann sich vorstellen, dass wir als Tresen-Personal manchmal nur mäßig begeistert sind und - ganz selten - sogar leicht und leise mit den Augen rollen, wenn dem Gast um 01:30 in der Nacht, nach einer 12 Stunden Schicht, diese unglaublich lustige Geschichte einfällt, als er damals…
Ahja, das ist so etwas, lustige Geschichten kommen nämlich nie allein, denn wer hätte es geahnt, wegen dieser lustigen Geschichte fällt nämlich Gast 2 auch eine lustige Geschichte ein, die er erlebt hat, als er gerade…und Gast 3 zieht die Jacke wieder aus, weil ihm gerade die Geschichte einfällt, als seine Cousine da mal diesen verrückten Hamster hatte – und dann bleiben alle 3 sitzen, bestellen die aller-allerletzte Runde (wirklich!), denn so sind sie, die lustige Geschichten, sie sind, wie wir Menschen, größtenteils Rudeltiere.

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Corona Weihnachten in Langenhorner Kirchen - oder auf dem Marktplatz?

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In Zeiten wie diesen werden Videokonferenzen den ‚echten‘ Zusammenkünften bevorzugt. Und statt eines direkten Interviews gibt es das Interview per Mail.  So machte es auch  Thomas Kegat für die "Langenhorner Rundschau": Er schickte der Interview-Partnerin Bettina Rutz seine Fragen. Und sie hat geantwortet. Hier folgt - ungekürzt und nicht redigiert - das Interview.

Langenhorner Rundschau: Wir würden Sie als Person in einigen kurzen Sätzen gern vorstellen (Name, kurzer Werdegang (Heimatort, „Laufbahn“), ggf. Familienstand und Kinder, wie lange Sie schon in Broder Hinrick sind (gibt es noch eine weitere Pastorenstelle bei Ihnen?) und vielleicht ein oder zwei Hobbies und ein „Lieblingsplatz“ in Langenhorn.

Ich heiße Bettina Rutz, bin gebürtige Hamburgerin und in Wandsbek-Marienthal aufgewachsen. Nach dem Studium der Theologie habe ich ein für mich horizonterweiterndes Auslandsjahr in der Türkei verbracht, deswegen zieht es mich oft in türkische Geschäfte oder in die Nähe von türkischsprechenden Menschen zum Beispiel in der U-Bahn. Leider lassen meine Sprachkenntnisse mittlerweile etwas zu wünschen übrig.
Meine ersten Jahre als Pastorin habe ich auf dem Land verlebt, in dem Dorf Erfde im Herzen Schleswig-Holsteins. Nun bin ich seit fast 10 Jahren wieder zurück in meiner Heimatstadt und seitdem auch Pastorin von Broder Hinrick. Ich arbeite auf einer sogenannten „Einzelpfarrstelle“ und ich freue mich an und über die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbargemeinden, wir treffen uns regelmäßig zum Austausch und für Absprachen.

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(K)eine Weihnachtsgeschichte

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Seit Jahren sorgen sich Markthändler und Langenhorner im Winter um die Obdachlosen am Marktplatz. Neben dem einfachen Umstand, dass niemand mit ihnen tauschen möchte, möchte auch niemand erleben, dass die Jungs morgens nicht mehr aufstehen. Seit Jahren weisen wir auch in der „Langenhorner Rundschau“ auf dieses Thema hin und versuchen Hilfe zu organisieren. Nach 3 (!) Jahren erfolgte am 1.9.2020 eine Reaktion des Regionalausschusses: Man entschied sich für einen Informationsabend. Eine Vertreterin der Behörde für Arbeit und Soziales wurde gebeten im Sozialausschuss über die Angebotsvielfalt der Straßensozialarbeit für Erwachsene im Bezirk Hamburg-Nord zu informieren. Sie haben richtig gelesen. Nach 3 Jahren beginnt man sich zu informieren, welche Lösungen die Stadt zu bieten hätte. Es geht aber in der Begründung für diesen Informationsabend nicht um Menschen, die zu erfrieren drohen. Nein, dort heißt es:
„Der Langenhorner Markt mit seinem Wochenmarkt, seinen zahlreichen Einkaufs- und Verweilmöglichkeiten [sic!], dem Kundenzentrum sowie mit seinen Bücherhallen [sic!] ist der zentrale Platz für Langenhorn. Viele Grundschüler*innen der anliegenden Grundschulen Eberhofweg und Katharina von Siena nutzen diesen Marktplatz als Schulweg.“
Diese Sichtweise verrät viel über soziale Kompetenz, bzw. über ihre Abwesenheit.

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Unsere Freiwilligen Feuerwehren

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Einsatz für Langenhorn

Seit 1982 ist die Freiwilige Feuerwehr in Langenhorn offiziell im Einsatz zur Rettung von Leib, Leben und Sachgütern. In unserem Stadtteil können wir uns sogar über zwei Standorte freuen: Die FF Langenhorn-Süd befindet sich am südlichen Ende der „großen“ Tangstedter Landstraße, die FF Langenhorn-Nord ist am Neuberger Weg stationiert.  

Ein Beitrag von Angelina Timm, Redaktionsmitglied und Mitglied der Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Wenn die Einsatzglocke läutet, fahren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Windeseile zur Wache, zwängen sich in ihre Einsatzmontur und versuchen zu retten, was zu retten ist - und das alles in ihrer Freizeit.  Nicht zu unterschätzen ist hierbei die Schwere der Einsatzmontur. Die Basisausrüstung umfasst Jacke, Hose, Stiefel, Handschuhe und natürlich einen Helm, welche zusammen bereits ein Gewicht von ca. 10 kg auf die Waage bringen.
Hinzu kommen aber auch noch entsprechende Zusatzgegenstände, die mit sich zu führen sind.  Hierzu zählen  ein in die Ausrüstung integrierter Pressluftatmer, Schlauchkorb, eine Wärmebildkamera, Funkgerät, Lampe und nicht zuletzt eine Axt. Alles in allem haben die Feuerwehrleute somit 25-45 kg mit sich zu schleppen. Und nicht selten müssen im Einsatz Personen getragen werden. Auch als Laie lässt sich erahnen, welches Gewicht die Einsatzkräfte tatsächlich stemmen müssen.

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Ein Zentrum für Rehabilitationssport im Norden Hamburgs

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Seit über 35 Jahren schon lebt Rose-Marie Paulun nahe der Fritz-Schumacher-Siedlung. Vieles hat sie schon bewegt und geschafft in ihrem Leben als Schiffsmaklerin, Unternehmensberaterin und dann - zur Kröning noch neu gelernt: als Bewegungstherapeutin. Immer schon hat sie die Leidenschaft für Bewegung, Sport und Gymnastik begleitet.
Und dann trafen sich zwei: Rose-Marie Paulun und Dirk Pommerening. Der ist Vorsitzender des seit über 1862 bestehenden großen HTB - Hamburger Turnerbund.   Dieser ist schon lange ein Mehrspartenverein mit einer berühmten Schwimmabteilung, aber auch mit Sportarten wie Fußball, Handball, Basketball, Judo, Tanzen, Tischtennis, Boxen und andere dazu, die meisten auch mit sportlichen Erfolgen in nationalen und internationalen Wettkämpfen. Aktuell bietet der HTB62 (so die übliche Abkürzung) das Selbstverteidigungssystem ACS Atemi Combat System, Basketball, Bogenschießen, Tanzen, Boxen, Schwimmen und Wasserball an.

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Geschenkte Blumen - und was nun...?

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Waren Sie letztens auch auf dem Langenhorner Markt? Und haben sich an den bunten Blumen rings um die alte Eiche und auch neben dem Treppenaufgang zu Kaufland gefreut? Inmitten der Langenhorner Markt-Betonwüste so einen froh stimmenden Farbtupfer zu haben, das hat doch was. Zu verdanken haben wir das Nick Sommer, der in den letzten Wochen immer wieder selbst gekaufte und gespendete Blumen zu unser aller Freude eingepflanzte. Ich weiss nicht, ob unsere Bezirksverwaltung auch schon mal die Idee hatte, den Langenhornern die Tristesse des Marktes mit Blumen etwas angenehmer zu gestalten. Tatsache ist jedenfalls, dass sich die Bezirksverwaltung nun nicht einmal in der Lage sieht, etwas für die Pflege der geschenkten Blumen zu tun.

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Die Rundschau