Geschenkte Blumen - und was nun...?

Waren Sie letztens auch auf dem Langenhorner Markt? Und haben sich an den bunten Blumen rings um die alte Eiche und auch neben dem Treppenaufgang zu Kaufland gefreut? Inmitten der Langenhorner Markt-Betonwüste so einen froh stimmenden Farbtupfer zu haben, das hat doch was. Zu verdanken haben wir das Nick Sommer, der in den letzten Wochen immer wieder selbst gekaufte und gespendete Blumen zu unser aller Freude eingepflanzte. Ich weiss nicht, ob unsere Bezirksverwaltung auch schon mal die Idee hatte, den Langenhornern die Tristesse des Marktes mit Blumen etwas angenehmer zu gestalten. Tatsache ist jedenfalls, dass sich die Bezirksverwaltung nun nicht einmal in der Lage sieht, etwas für die Pflege der geschenkten Blumen zu tun.

Jeder Gärtner, selbst die Nichtgärtner wissen: Blumen muss man auch gießen, sonst verdorren sie. Aber woher Wasser nehmen? Auf Nachfrage beim Bezirksamt gab man sich jedenfalls wortkarg und war der Meinung, dass dies schon von dem Initiator selbst erledigt werden müsste – dafür habe man leider keine Ressourcen frei.

Lediglich eine beherzte Mitarbeiterin in der Behörde sah das Ganze etwas pragmatischer, bat den Marktmeister, er möge doch den Fischhändler – da dieser Zugang zu Wasser hat – bitten, seinen Wasserschlauch nach Beendigung der Marktzeit einmal auf das Blumenbeet an der alten Eiche zu richten. Und die andere Blumenrabatte am Aufgang zu Kaufland müsse man eben mit Wasser aus den zu Markttagen öffentlichen Toiletten-und Waschräumen tränken. Was natürlich an dem Initiator hängenblieb – also holt Nick Sommer Gießkanne für Gießkanne Wasser, steigt treppauf, steigt treppab, wieder hoch, wieder runter – und ist völlig überanstrengt, immerhin ist er auch nicht mehr der Jüngste.

Und auch die Idee mit dem Fischhändler und seinem Wasserzugang ist ja zunächst einmal ganz charmant – aber mal allen Ernstes: Wenn das Schule macht, dann darf der Fischhändler demnächst in Bergedorf, in Fuhlsbüttel, in Altona und überhaupt in ganz Hamburg so quasi als Nebenbeschäftigung die jeweils vorhandenen Blumenbeete wässern?

Ja sagt einmal, liebes Bezirksamt – was habt ihr euch dabei gedacht? Da schenkt uns jemand Blumen, schenkt uns allen damit Freude und dann findet sich keine Möglichkeit durch die Abteilung Stadtgrün, wöchentlich einmal Wasser zu spenden? Oder zwei geschlossene Wasserbehälter neben den Beeten aufzustellen, damit beide Beete daraus bewässert werden können? Dies ist mittlerweile nicht mehr nur die Angelegenheit von Nick Sommer, sondern eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse. Wir als Langenhorner freuen uns über die Blumen, wir wollen, dass sie uns erhalten bleiben. Also lasst euch gefälligst etwas einfallen.


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Die Rundschau

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