Langenhorn for Future

Liebe Langenhornerinnen unbd Langenhorner.

Natürlich leben wir nicht hinterm Mond. Das ist nicht unser Ziel. Auch Demos machen wir nicht – noch nicht! Trotzdem gibt es immer etwas zu ändern – oder es ändert sich etwas.

Da gibt es den Flughafen – der in diesem Jahr gar selten in den Medien erschien: Wenige Streiks sorgen für weniger Flugverkehr und weniger CO2-Belastung. Weniger Nachtflüge erfreuten uns und ärgerten die streitbaren Walddörfer, die weniger Grund hatten sich zu beschweren. Dann aber doch noch eine Chaos-Meldung zu Gepäckwartezeiten. Ursache war nicht nur der kurzfristige Ausfall einer Gepäckförderanlage sondern auch rd. 250 „herren“lose Koffer. An vielen hoch-frequentierte Flughäfen ist es mir solch Urlaubsstress nicht passiert! Positiv: Die Flugfeld-Erneuerung geht in die letzten Runden. Es fehlt nur noch das Qualitätssiegel „Freundliche Flugreisen für Alle“ (kostenloses Parken, verständliche „Durchsagen“ in Ton und auf den Werbe-Monitoren, am Beschwerdetelefon erreichbare Mitarbeiter, verbindliche Motorenabschaltung bei Stillstand, Nachtruhe...). Dann freuen sich auch die Nachbarn.

Über das Fliegen wird von allen berufenen und unberufenen Mündern ein „Hasskübel“ ausgeschüttet. Die Klimaschutzdebatte ergibt: Fliegen tötet die Menschen auf unserer Erde. Die Klimaerwärmung ist menschengemacht und die bisherigen Gegenmaßnahmen sind nicht ausreichend. Der BUND fordert einen „Klimanotstand“, wo mit radikalen Maßnahmen in Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik eingegriffen werden kann. Verbote seien die richtigen Maßnahmen. Da wird diskutiert, den innerdeutschen Flugverkehr zu verbieten. Die Bahn ist aber nicht in der Lage, so viele zusätzliche Züge mit zusätzlichem Personal auf zusätzlichen Gleisen bis 2030 zu liefern. Also bleiben nur die Autobahnen für PKW und Busse und man verpasst dann staubedingt einige Termine oder Anschlußflüge. Oder man fährt gleich nach Polen und fliegt von dort. Oder man wohnt gleich dort – verbotbefreit.

Jeder der noch sagt, er fliege in den Urlaub oder er macht eine Kreuzfahrt, wird erbarmungslos zur Zielscheibe. „Flugscham“ ist „In“. Man ist sogar bereit, eine Kerosinsteuer, eine Klimaabgabe oder die Erhöhung der Flugabgabe zu bezahlen, um sein schlechtes Gewissen zu besänftigen. - Aber mit teureren Flugpreisen wird nur wenig CO2 eingespart. Die Auslastung der Flugzeuge wird kurzfristig um die Prozentchen verringert, die sich das Fliegen dann nicht mehr leisten können. Das spaltet die Gesellschaft noch mehr.... Auch die Überlegungen, die Mehrwertsteuer von Fleisch zu erhöhen, bringt keinem Tier ein besseres Leben oder verringert die Güllemenge.
Die Fridays for Future-Kids fordern „Verkehrswende jetzt“ und „Kohleausstieg jetzt“. Die sind doch eigentlich intelligenter und wissen, dass in unserer globalen Welt ein Schnellgang in Hamburg wenig bringt. Wer von den Bürgern geht freiwillig in 5 Jahren zurück in die Steinzeit (Abschaltung aller Kohlekraftwerke) und verzichtet auf ein fossil betriebenes Auto? Die weitere Forderung, Hamburg bis 2035 zur klimaneutralen Stadt zu machen (u.a. Energieerzeugung nur noch durch erneuerbare Energien) wird kaum erreichbar sein. Es müssen erst Ersatzmöglichkeiten bestehen oder entwickelt werden. Dann müsste jedes Haus einen Windrotor und Solaranlagen auf dem Dach haben. Wer kann sich das leisten?

Was braucht Langenhorn?

  • zusammenhängende Grünzüge, Erhalt der Moore und der Feldmark
  • einen zukunftsfähigen Flughafen mit ausreichenden Flächen für Dienstleistungsfirmen
  • ausreichende P+R-Flächen für Pendler und Langenhorner (Theater- + Kinobesuche...)
  • leistungsfähige Straßen
  • sichere Radwege mit Kantstein vom KFZ-Verkehr getrennt
  • Langenhorn braucht ein neues voll nutzbares Bürgerhaus...

Meine Meinung: Ein Politik- oder Anspruchsdenkenwandel geht nicht von heute auf morgen. Da werden „ehrgeizige“ Ziele angepeilt, die unerreichbar sind. Wer ist bereit, auf Bequemlichkeit zu verzichten und wer hat das Geld und die Zeit sich den Verzichts-Luxus zu leisten?

Aber die Hoffnung besteht: Wenn viele Menschen an vielen Orten gemeinsam kleine Schritte machen, können sie langfristig die Welt ändern. Verinnerlichen Sie das langjährige Motto unseres Vereins (Titelseite): „Zusammen leben, Zusammen halten, Zusammen gestalten“. So können wir die Zukunft Langenhorns steuern.

Euer Grünschnabel

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Die Rundschau

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