Wer hat das letzte Wort beim Hin und Her am Willersweg?

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An der Kreuzung Willersweg - Beim Schäferhof soll eine Stromverteilungsanlage (ein kleines Backsteingebäude, das gut hinter Grün versteckt in der Parkecke steht) versetzt werden. Weil es inzwischen ein „Grünanlagengesetz“ gibt, das solche Gebäude in Parks nicht erlaubt. Gegen den teuren Umzug auf eine benachbarte Grünfläche gab es Einspruch, denn dort würde es die Sicht auf den Kreuzungsverkehr behindern. Der Regionalausschuß hat sich daraufhin mit der Sache befasst und beschlossen: Das Backsteinhäuschen soll da bleiben, wo es steht und wo es nie jemanden gestört hat. Die Verwaltung sagt ebenfalls ja dazu. Eigentlich ist damit alles geregelt. Aber nicht in Hamburg-Nord!


Wie sich jetzt herausstellt, soll das Häuschen dennoch umziehen! Und zwar wieder mitten auf einen schmalen Rasenflecken zwischen den Fahrbahnen. Dieser Standort wäre aber nach Meinung der Anwohner ebenso ungeeignet: Schon jetzt kommt es an der Einmündung des Willerswegs in die Straße Beim Schäferhof häufig zu Verkehrsunfällen, da die auf der nördlichen Fahrbahn in Richtung Willersweg fahrenden Kraftfahrer an dessen Einmündung schon wegen der dort parkenden Autos keinen ausreichenden Einblick haben und deshalb mit den auf dem Willersweg von rechts herankommenden Kraftfahrzeugen zusammenstoßen. Eine Stromverteilungsanlege, verkleidet durch ein Backsteinhäuschen, würde an dieser Stelle zu einer zusätzlichen erheblichen Sichtbehinderung führen.

Jetzt fragt man sich, was das Hin und Her soll? Die reine Vernunft kann es nicht sein, die da regiert: Die würde den seit Jahrzehnten bewährten Standort einfach so belassen und damit Geld und Nerven sparen. Aber was gilt schon die reine Vernunft gegen ein „Grünanlagengesetz“? Das Gesetz entstand zwar viel später als das alte Backsteinhäuschen - doch das zählt wohl nicht. Gäbe es nicht an der Stromverteilungsanlage selbst die Notwendigkeit technischer Erneuerungen, könnte alles beim Alten bleiben,  die Autofahrer hätten keine Verschlechterung und keine Zusatzrisiken zu befürchten. Doch so viel Erneuerung verträgt eben das Gesetz nicht: Ändert sich nur ein Stein, packt das Gesetz zu! Meinen zumindest einige Verwaltungsmitarbeiter.

Die Mitglieder im Regionalausschuß haben pragmatisch und vernünftig entschieden. Und zunächst auch die Verwaltung. Doch da gibt es dann auch die ‚Hardliner‘, die der alten Lo-sung folgen: Fiat iustitia, et pereat mundus – Es geschehe Gerechtigkeit, und ginge die Welt darüber zugrunde. Das war der Wahlspruch von Ferdinand I. Der alte Habsburger regierte ab 1531. Regiert sein Geist heute noch Langenhorn?

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