Tag der deutschen Einigkeit

Der 3. Oktober ist durch ein Bundesgesetz zum „Tag der Deutschen Einheit“ (mit grossem D) erklärt worden. Vor 1990 gab es auch einen solchen Tag - aber mit kleinem „d“. Was zeigt: Man kann auch solche Gesetze ändern.

Also schlage ich vor, den Tag umzubenennen in „Tag der deutschen Einigkeit“. Warum?

Wie mir scheint ist die „Einheit“ kein Ziel mehr, das es erst noch zu erreichen gilt, denn dass die DDR und die Bundesrepublik alter Prägung obsolet sind, dass die deutschen Grenzen jetzt feststehen und nicht weiter verändert werden sollen und können, wird niemand bestreiten. Woran es jedoch mangelt in diesem Land ist ebenso offensichtlich die Einigkeit: Selten zeigte sich die Gesellschaft so gespalten wie in dieser Zeit. Es wäre daher des Schweißes der Edlen und Besten wert, zumindest einmal im Jahr einen Tag der Besinnung und des Nachdenkens über das zu haben, was uns in Deutschland (noch) eint und verbindet. Und über Wege, Strategien und Maßnahmen nachzudenken, wie man die Einigkeit fördern und da, wo sie beschädigt ist, wieder herstellen könnte.

Dieses Nachdenken und Besinnen dürfte sich aber nicht nur auf die „die-da-oben“ beschränken. Auch in einem Stadtteil wie Langenhorn könnte es hilfreich und nützlich sein, wenn die Nachbarn in den Quartieren, die Aktivisten in den Vereinen und Verbänden, die in Wirtschaft und in der Verwaltung entscheidenden und die politischen Gruppierungen und Parteien zumindest einmal im Jahr innehielten. Müssen wir wirklich alle der sozial zerstörenden neoliberalen Agenda von Konkurrenz, Wettbewerb und Geldwert hinterherlaufen?


Gibt es nicht bessere Strategien zur „Einigkeit“ als das kalte Ausgrenzen der Schwächeren und die Profilierung zu Lasten anderer? „Zusammen leben - zusammen halten - zusammen gestalten“ steht als Aufgabe, als Anforderung an jede und jeden im Stadtteil auf allen Titelseiten der „Langenhorner Rundschau“. In der Ausgabe, die auch am „Tag der Deutschen Einheit“ verteilt wird, möchte ich diese sechs Worte jedem in Erinnerung rufen.

Herzlich Ihr: Michael Behrmann

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Die Rundschau



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