Ein Berg geht durch die Stadt

Einladung zur Vernissage und zur Ausstellung

Der Langenhorner Bürger- und Heimatverein veranstaltet gemeinsam mit der „Initiative grüne Zukunft Hummelbüttler Müllberge“ (IgHM) eine Ausstellung im Rahmen der Reihe „Kunst im Treppenhaus“. Die Ausstellungseröffnung findet am 11. März ab 19 Uhr statt. Alle Interessierten und Kunstfreunde sind dazu herzlich eingeladen.

Gezeigt werden Arbeiten verschiedener Künstler, die Ihre Bilder für den guten Zweck der Initiative gestiftet haben.
Darunter sind viele auch in Langenhorner bekannte Namen wie u.a. Peter Bröcker, Christiane Schadow, Mona Wolff, Thorsten Baum, Hanne Weber, Hille Lüttmer, Helmut Preller, Linda von Farbenreich Boutaleb, Boris Kohlhoff und Werner Langemann.

Die 2013 gegründete lnteressensgemeinschaft „Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge“ (IGHM) hatte Hamburger Künstler dazu aufgerufen, das Wahrzeichen der zwei Gipfel in der ganzen Stadt bekannt zu machen - um den Wahnsinn einer Erweiterung der Deponie noch rechtzeitig zu stoppen. Zehn Künstler sind dem Ruf gefolgt. Ihre Bilder wandern seither durch etliche Stadtteile. Jetzt werden sie auch in Langenhorn gezeigt.


EIN BERG GEHT DURCH DIE STADT

Die Ausstellung wurde schon in anderen Stadtteilen gezeigt. Das Bild zeigt einige der Werke bei einer früheren Präsentation.
80 Meter über normal Null ragen die zwei Gipfel der „Hummelsbüttler Müllberge“ aus der Feldmark. Die ehemalige Müllkippe in Hamburgs Norden ist längst mit Bäumen bewachsen, grün und umringt von Naturschutzgebieten wie dem Raak- und Wittmoor.
Die Ausstellung erhält durch die jüngst bekanntgewordenen Pläne von Bezirk und Senat eine besondere Brisanz. Ca. 80 Jahren nach der letzten Bebauung (Kleinsiedlung) innerhalb der Feldmark will Hamburg eine große, dauerhafte und leider auch dichte und hohe Bebauung an zwei Standorten in der Feldmark (Landschaftsachse und Kaltluftleitbahn) durchsetzen. Ohne Rücksicht auf eigene Aussagen, Gutachten und
Studien, die der gesamten Feldmark eine außerordentliche Bedeutung zuweisen. Die heftigen Diskussionen um dieses Thema überlagern aktuell das ursprüngliche Anliegen der Initiative. Es liegt auf der Hand, dass die geplante neue Deponie inzwischen politisch „tot“ ist - doch die neuen Planungen bedrohen die Feldmark auch! Zwar ganz anders, aber im Grunde noch weitreichender.

Dabei geht es nicht darum, wer in den geplanten Neubauten am Wilden Moor und am Rehagen wohnen soll. Es geht um die Funktion der Hummelbüttler Feldmark als Kaltluftleitbahn für die wachsende Metropole Hamburg. Diese „Entlüftungsfunktion“ wird in den kommenden Jahrzehnten noch viel mehr in den Vordergrund der Aufmerksamkeit rücken.
Schon jetzt erwärmt sich die Innenstadt durch Verkehr und konzentrierte Bebauung deutlich, die zu erwartenden Klimaveränderungen
werden den Effekt verstärken. Wenn jetzt die über 100 Jahre eingehaltene, städteplanerische Grundsatzentscheidung für diese Kaltluftleitbahnen gekippt werden, entsteht ein nicht mehr zu reparierender Jahrhundertschaden.


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