Hurra, Hamburg bleibt Provinz!

Der Grünschnabel schreibt im Januar 2016:

Liebe Langenhornerinnen und Langenhorner!

Hurra, Hamburg bleibt Provinz!

Kein Olympia, Absage an Korruption, Absage an das falsche Profitum, Absage an den Kapitalismus, Absage an die Zukunft, keine zusätzlichen Flugbewegungen, keine Elbvertiefung wegen der Bedrohung für die gefährdeten Fluss- und Lachseeschwalben, in den Hafen kommen weniger Schiffe, Hafenbetriebe geben auf oder verlagern ihren Firmensitz nach Boomtown Wilhelmshaven, große Kreuzfahrtschiffe bleiben aus...


Hurra, Hamburg bleibt Provinz!
Firmen sehen in Hamburg keine Zukunft‚ konzentrieren sich auf Berlin und Frankfurt, produziert wird nur noch in fremden Ländern, weniger Flugbewegungen, kein Straßenneubau, Rückbau von Bushaltebuchten, weniger Straßenfrequenz, weniger Radfahrer, weniger Steuerzahler, weniger Gebäudeunterhaltung, Millionäre verlassen Hamburg, keine Erweiterung der U-Bahn nach Steilshoop oder Harburg, Kirchen werden geschlossen...

Hurra, Hamburg bleibt Provinz!
Abwärtsspirale: Keine Firmen, keine Arbeitsplätze, kein Geld, mehr Ausländer, Parallelkulturen, Wohnungsleerstand, Verfremdung, Stadtflucht, Verslumung, Straßen mit Schlaglöchern, die Stadt verarmt...

Hurra, Hamburg bleibt Provinz!
Positiv: In die Elbphilharmonie und in die leeren Hafenhallen können Flüchtlinge einquartiert werden. Die Politiker feiern die Umwandlung des Hafens in einen Hafen für Sportschiffe. Kraftwerksschließung in Moorburg (da kein Fernwärmeanschluss: kein Bedarf und zu schmutzig), mehr ungenutzte Naturräume (allerdings vermüllt)...

Hurra, Hamburg bleibt Provinz!
Die Kulturschaffenden verlassen Hamburg, die Fremden werden Bäume fällen um Brennholz zu haben, keiner will mehr Polizist oder Feuerwehrmann werden...

Und in Langenhorn? Hurra, Langenhorn bleibt Vorzeige-Provinz! Der Flughafen wird geschlossen – wegen der unbefleckten Winterlibelle. Der Busverkehr wird zu Gunsten der stündlich fahrenden U-Bahn eingestellt. Weniger Steuerzahler. In den Schulen gibt es Deutsch als erste Fremdsprache. Der Egoismus nimmt zu. Jeder versieht seinen Wohnraum mit hohen Mauern. Jeder hält sich Hühner, Gänse oder Ziegen und baut im Garten Kartoffeln und Gemüse an. Verwilderte Straßen, leere Häuser brechen zusammen...

Hurra, Hamburg bleibt Provinz!
Bis in hundert Jahren einer eine Idee hat: Wir können Olympische Spiele ausrichten, das gibt Arbeitsplätze, das zieht Besucher an, da kommen Firmen, da lohnt sich das Investment, da wächst zusammen, was zusammen gehört, da wird Integration gelebt, da kommt Geld, jeder Stadtteil profitiert... In Langenhorn werden wieder die Straßen für Fahrradwettkämpfe hergerichtet.
Schade, dass ich es nicht mehr erleben werde.

Euer Grünschnabel

PS. Wie analysierte der Stern.de?:
„Mit dem Nein zu Olympia zeigen die vermeintlich vorausschauenden Gegner, dass ihr Horizont kurz hinter dem eigenen Gartenzaun aufhört. ... Wer nicht lebt, wird nichts erleben.“


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