Jetzt also auch die Grellkamp- und die Süderschule

Den Job des Bezirksamtsleiters möchte in diesen Wochen wohl niemand freiwillig übernehmen.

Da planen eine Bezirksverwaltung und eine gewählte Bezirksversammlung über Jahre, um die Stadtteile und Quartiere ordentlich und einwohnerfreundlich zu entwickeln - und dann kommen die Flüchtlinge. Unter der Wucht der anbrandenden Welle ist die Regierung der Stadt direkt gefordert. Über die Köpfe der Bezirke hinweg werden Unterkünfte im Schnellgang eröffnet, der Innensenator (zuständig für die Erstaufnahme und Erstversorgung) greift nach jeder Möglichkeit, seiner Aufgabe gerecht zu werden, der Sozialsenator (zuständig für laufende Unterbringung und Betreuung) kämpft um jeden freien Platz und jede freie Wohnung.


Unser Bezirksamtsleiter erfährt davon - so wie wir - manchmal erst aus der Zeitung. Und unterdrückt mühsam einen Fluch: Das war‘s dann mit der sorgfältigen Planung. Doch anschliessend zieht er loyal mit seinen Beamten durch seinen Bezirk, um den Menschen in den Stadtteilen geduldig zu erklären, warum das so sein muss, wie es sich darstellt, und warum es kein Entweichen gibt. Warum alle Hamburgerinnen und Hamburger - wirklich alle! - ihren Teil dazu beitragen müssen, die ankommenden Flüchtlinge zu beherbergen und zu betreuen. Auch wenn das manchmal wehtut.

Wahrlich: Ich möchte den Job nicht machen müssen. Jetzt sind also auch Grellkampschule und Süderschule an der Reihe. Auch sie werden für die Aufnahme von Flüchtlingen gebraucht.

Auch wenn es Sie überraschen wird: Ich finde das völlig in Ordnung! Bisher standen die Umwandlung in Bauland (Grellkamp) und der Abriß (Süderschule) auf der Tagesordnung. Jetzt bleiben beide Gebäudekomplexe erhalten, ja: werden für eine Nutzung erst wieder hergerichtet!

Aus welchem Grund auch immer: Das ist zu begrüßen! Platz ist an beiden Standorten genug. Die alte Süderschule bietet ganz sicher auch einen oder mehrere Räume, wo sich eine Unterstützerinitiative etablieren kann, die direkt „vor Ort“ ist und dabei hilft, den eintreffenden Menschen aus den verschiedensten Ländern das Ankommen in Freiheit und Sicherheit zu erleichtern.

Der Langenhorner Bürger- und Heimatverein ist dazu bereit, hier voranzugehen. Machen Sie mit?


Herzlich Ihr


Michael Behrmann

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